#52 – Woche 1: Johann Wilhelm Feymer (1680-1728)

Ahnenforschung 52 Vorfahren in 52 Wochen Woche 1

Johann Wilhelm Feymer ist einer meiner ältesten Vorfahren (10. Generation) der Linie meiner Großmutter väterlicherseits. Er war einer der ersten mir bekannten Ahnen, der mit dem ersten von insgesamt drei „Schwabenzügen“ ins Banat ausgewandert ist.

Geboren wurde er um 1680 in Deutschland. Der genaue Geburtsort ist unbekannt. Er wurde später Bürger von Urmitz. 1705 heiratete er im Alter von 25 Jahren die Maria Elisabeth Scheyr, welche ebenfalls aus Urmitz stammt. Aus der Ehe gingen insgesamt sieben Kinder hervor, sechs Söhne und eine Tochter. Zwei der Söhne verstarben in Urmitz noch im Kindsalter.

Auswanderung ins Banat

Am 13. Mai 1724 wanderten 29 Urmitzer Bürger Richtung Ungarn aus. Johann Wilhelm Feymer war ebenfalls unter ihnen. Mit seiner Frau und den verbliebenen 5 Kindern Johann, Stefan, Maria Christina, Jakob und Simon.

Die Reise ging vermutlich über Wien bis sie im über 1400 Kilometer entfernten Ulmbach eine neue Heimat fanden. Zur Zeit der Ansiedlung hieß der Ort Neu-Wien (heute Peciou Nou, Rumänien).

Den Ersten der Tod, den Zweiten die Not und den Dritten das Brot“

Dieser Spruch ist mit den Auswanderern ins Banat sehr eng verbunden. Die erste und zweite Auswanderergeneration hatte viel zu erleiden. Krankheiten wie Pest und Cholera. Brandschatzung, Ermordung oder Versklavung in den Wirren des russisch-österreichischen Krieges zerstörten den Traum vom Leben in der neuen Heimat. Erst die dritte Generation konnte das Leben führen, für welches die Großeltern seinerzeit die deutsche Heimat verlassen haben.

Inwieweit der Spruch auch für Johann Feymer galt, kann ich nicht genau sagen. Er verstarb 1728, nur 4 Jahre nach der Auswanderung, im Alter von gerade mal 44 Jahren:

Ahnenforschung Banat Feymer
Sterbeeintrag Johann Wilhelm Feymer, Ulmbach, August 1728,
Quelle: www.familysearch.org, Film # 007994527 (Mikrofilm 858419), Bild 17

Die Todesursache ist unbekannt. Seine Frau lebte die folgenden Jahre allein, zumindest konnte eine weitere Heirat nicht nachgewiesen werden. Sie starb 1739. Möglicherweise war sie ein spätes Opfer der 1738 grassierenden Pestwelle.

Von den fünf mit ausgewanderten Kindern verstarb ein Sohn vorzeitig im Alter von 19 Jahren. Die anderen Kinder heirateten und gründeten in Ulmbach eigene Familien. Eine Nachfahrenlinie ließ sich Mitte der 1860er Jahr in Stefansfeld (heute Krajišnik in Serbien) und anschließend in Setschan (heute Sečanj in Serbien) nieder, bevor im Anschluss an den zweiten Weltkrieg ein Großteil der gesamten Familie nach Deutschland flüchten musste.

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