Ahnenforschung kostenlos

Ahnenforschung kostenlos – die besten Websites

Was noch vor einigen Jahren undenkbar war, gehört heute schon zum Ahnenforscher Alltag. Du kannst einen großen Teil deiner Recherchen von Zuhause betreiben, ohne auch nur einmal den Fuß in ein Archiv zu setzen.

Ganz ohne Besuch eines Archives kommst du auf Dauer natürlich nicht aus. Aber ich verspreche dir, dass du einen Teil deiner Ahnen von Zuhause erforschen kannst. Selbst wenn die digitalisierten Quellen nicht direkt zur Verfügung stehen, kannst du durch ein wenig Vorarbeit von Zuhause deinen Archivbesuch optimal vorbereiten. Ich stelle dir hier meine Top 3 der Websites vor, welche direkten Zugang zu bereits digitalisierten Quellen bieten, und das völlig kostenlos.

Kostenlose Suche bei Familysearch

Für die Nutzung der Seite von Familysearch musst du dich einmalig registrieren. Die anschließende Suche ist kostenlos. Über die Katalogsuche (Suche > Katalog) kannst du dir schnell einen Einblick verschaffen, welche Kirchenbücher, Standesamtsregister oder sonstige Quellen zu einem Ort verfilmt sind und wo du sie einsehen kannst. Wenn du Glück hast, kannst du sie direkt einsehen (erkennbar an dem Symbol mit dem Fotoapparat). Andernfalls kannst du die Register in einem Familyhistorycenter in deiner Nähe abrufen. Außerdem erfährst du, in welchem Archiv die Aufzeichnungen lagern und welchen Zeitraum sie umfassen. Für mich ist es auch sehr hilfreich zu wissen, ob zu dem gesuchten Ort das Original des Kirchenbuchs verfilmt wurde oder ob es sich „nur“ um ein Duplikat handelt. Dadurch kann ich entscheiden, welche der vielen Möglichkeiten ich zuerst nutze (Merke: Originale sind immer besser als Duplikate). Einen ausführlicheren Beitrag zur Benutzung der Website von Familysearch findest du in meinem Beitrag Ahnenforschung mit Familysearch – Anleitung für Anfänger.

Digitalisate von katholischen Kirchenbüchern

Auf der Website von Matricula Online stehen digitalisierte Kirchenbücher von katholischen Pfarreien überwiegend aus Österreich, Deutschland und Polen zur Verfügung. Kostenfrei, ohne Anmeldung und direkt einsehbar. Deutschland ist dort inzwischen mit 945 Pfarreien vertreten (Stand Oktober 2019). Die Digitalisate werden ständig erweitert. Inzwischen kannst du auch die ersten Scans von Luxemburg und sogar Serbien und Bosnien Herzegovina einsehen. Du solltest auch mal stöbern, ob für dich was dabei ist. Ich finde die Seite sehr übersichtlich gestaltet, man kann  direkt erkennen, ob zu der gesuchten Pfarrei auch alphabetische Register sowie sonstige Unterlagen (z. B. Firmungen) vorhanden sind. 

Kostenlose Datenbanken bei Compgen

Die Seite des Vereins für Computergenealogie ist ein wahrer Fundus an unterschiedlichsten digitalisierten Quellen. Adressbücher, Verlustlisten des 2. Weltkriegs, Totenzettel und noch viel mehr, alles völlig kostenlos. Am besten verschaffst du dir über den Menüpunkt Genwiki erstmal einen Überblick über die Quellenlage zum gesuchten Ort. Du erhältst dort Hinweise, welche genealogischen Quellen zu diesem Ort existieren und wo du sie einsehen kannst. Eine von mir lange Jahre unterschätzte Quelle sind z. B. die digitalisierten Adressbücher, die mir oft schon geholfen haben, die Wohnorte einiger Vorfahren zu skizzieren. Wenn du es ganz eilig hast, nutze die Metasuchfunktion. Dort kannst du den Namen und Ort des gesuchten Vorfahren eingeben, und einfach mal schauen, welche Treffer so geliefert werden. Schau dich auf der Seite einfach mal um.

Ich bin gespannt ob dir meine Top 3 Websites weiterhelfen. Wenn du gerne mit der Erforschung deiner Familiengeschichte beginnen möchtest, dann schau doch noch in meinen Beitrag „Stammbaum erstellen in 5 einfachen Schritten“ rein. Dort gebe ich Dir ein paar Tipps und Tricks, wie dir der Einstieg in die Ahnenforschung gelingt. 

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. Immie de Coninck-Luuring

    Hallo,
    Ik ben op zoek naar genealogische gegevens uit Lokau in Oost Pruissen, met name over Martha Poschmann, geb. 05-04-1909. Ik ben er inmiddels achter dat zowel de kerkboeken als de boeken van de burgelijke stand in de oorlog vernietigd zijn. Is er een mogelijkheid toch info hierover te vinden?
    Zijn er misschien mensen die deze persoon in hun stamboom hebben?

    1. Sabrina

      Hallo Immie,

      ich übersetze deinen Beitrag mal für meine Leserschaft. Vielleicht findet sich ja jemand, der etwas dazu beitragen kann?

      Hallo,
      Ich suche nach genealogischen Daten aus Lokau in Ostpreußen, insbesondere über Martha Poschmann, geb. 05-04-1909. Ich habe jetzt entdeckt, dass sowohl die Kirchenbücher als auch die Bücher des Standesamtes im Krieg zerstört wurden. Gibt es eine Möglichkeit, Informationen dazu zu finden?
      Gibt es vielleicht Leute, die diese Person in ihrem Stammbaum haben?

      (übersetzt mit Google Übersetzer)

  2. Ralf Aust

    Ich bin auf der suche nach meinen Opa Leopold geboren am 07. 11. 1875 in Groß Bajoren ( Kreis ) Preußisch Eylau, der nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr auf zu finden ist.

    Für jeden hinweis bin ich sehr Dankbar

    1. Sabrina

      Hallo Ralf,

      welche weiteren Informationen liegen dir denn noch vor? Wenn es sich um deinen Großvater handelt, wird es ja auch eine Frau (deine Großmutter) geben, die er bestenfalls geehelicht hat. Die Heiratsurkunde sowie die Geburtsurkunde deines Vaters und ggf. weiterer Geschwister muss ja die Spur zu einen der letzten Aufenthaltsorte sein. Dort gilt es dann mit der Suche nach dem weiteren Verbleib bzw. dem Sterbedatum anzusetzen.

  3. Stefan Verdirk

    Hallo,
    Mit Family Search waren mein Onkel und ich nicht sehr glücklich , deswegen gingen wir zu MyHeritage, für zwei Jahre. Immerhin ist es nicht günstig. Aus dieser Zeit kamen wirklich aus der ganzen Welt Informationen, ich hatte E-Mail Kontakt zu Nachfahren ausgewanderter Vorfahren, erfuhr, das einer von Ihnen gegen 1851 in New Jersey tödlich mit einem Pferdewagen verunglückte. Auch kontaktierten mich Leute aus Spanien und den Niederlanden. All das wurde möglich durch Treffer, die andere bestätigen konnten und auch umgekehrt, sodass immer beide Seiten profitieren konnten. Spannende Zeit!! Diese Zeit brachte aber auch oft zweiseitige Übereinstimmungen, die sich in Details unterschieden, und den webgeführten Stammbaum an die Grenze des abzubildenden brachte. Zweite Hochzeit mit Kindern auf beiden Seiten wurden damit eher zum Chaos.
    Zum Glück sind das eher Ausnahmen, und wir sind auf einem Zweig bis 1570 zurück gekommen! Die Seite Matrikular kannte ich absolut nicht, und bin total begeistert!! Das ist in Kombination mit der mir bekannten Metasuche die Lösung, Präzision und Logik in die Daten zurück zu bringen. Da ist mein Onkel weniger Genau als ich, aber es kommt auf die Feinheiten an, wenn man so etwas aufbaut.
    Bisher haben wir 1.000 Personen und ich freue mich über diesen Tip!!!

    1. Sabrina

      Freut mich dass ich dir helfen konnte. Viel Erfolg weiterhin bei deiner Forschung!

  4. Markus

    > Von daher kann ich deine Aussage zu fehlenden Quellenangaben
    > nicht ganz nachvollziehen.
    Nun, bei Ancestry sind die Urkunden vorhanden, bei FamilySearch nicht.

  5. Markus

    Von FamilySearch kann ich persönlich nur abraten. Viele Namen werden falsch transskribiert, die Zuordnungen zu den Verwandten sind oftmals falsch und widersprüchlich, Altersangaben, Hochzeitstermine sind häufig falsch, Todeszeitpunkte fehlen immer und es gibt nie Quellenangaben, die das auch noch belegen sollen. Ancestry muss häufig nachhelfen. FamilySearch ist einfach nur unbrauchbar.

    1. Sabrina

      Hallo Markus,
      schade dass du da scheinbar so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ich persönlich kann mir meine Arbeit ohne familysearch gar nicht vorstellen. Zum einen bietet die Seite mir immer eine erste Orientierung, wo und in welchem Zeitraum ich mit meinen Recherchen ansetzen muss. Ausserdem hole ich mir über die Detailangaben der Mikrofilme immer die Information, in welchem Archiv die Quellen lagern, um sie anschließend im Original einzusehen. Von daher kann ich deine Aussage zu fehlenden Quellenangaben nicht ganz nachvollziehen.
      Natürlich muss ich bei meinen Forschungen immer in Betracht ziehen, dass Namen nicht korrekt gelesen bzw. transskribiert wurden. Aber ich persönlich möchte die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer nicht missen.

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Ich bin Sabrina, Ahnen- und Familienforscherin sowie kreativer Kopf hinter der Stammbaum Manufaktur. In diesem Blog schreibe ich über alles, was dir bei der Suche nach deinen Wurzeln weiterhilft.

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