Ahnenforschung kostenlos – die besten Websites

Was noch vor einigen Jahren undenkbar war, gehört heute schon zum Ahnenforscher Alltag. Du kannst einen großen Teil deiner Recherchen von Zuhause betreiben, ohne auch nur einmal den Fuß in ein Archiv zu setzen.

Ganz ohne Besuch eines Archives kommst du auf Dauer natürlich nicht aus. Aber ich verspreche dir, dass du einen Teil deiner Forschung von Zuhause erledigen kannst. Selbst wenn die digitalisierten Quellen nicht direkt zur Verfügung stehen, kannst du durch ein wenig Vorarbeit von Zuhause deinen Archivbesuch optimal vorbereiten. Daher stelle ich dir hier meine Top 3 der Websites vor, welche direkten Zugang zu bereits digitalisierten Quellen bieten, und das völlig kostenlos.

1. kostenlose Suche bei Familysearch

Für die Nutzung der Seite von Familysearch musst du dich einmalig registrieren. Die anschließende Suche ist kostenlos. Über die Katalogsuche (Suche > Katalog) kannst du dir schnell einen Einblick verschaffen, welche Kirchenbücher, Standesamtsregister oder sonstige Quellen zu einem Ort verfilmt sind und wo du sie einsehen kannst. Wenn du Glück hast, kannst du sie direkt einsehen (erkennbar an dem Symbol mit dem Fotoapparat). Andernfalls kannst du die Register in einem Familyhistorycenter in deiner Nähe abrufen. Außerdem erfährst du, in welchem Archiv die Aufzeichnungen lagern und welchen Zeitraum sie umfassen. Für mich ist es auch sehr hilfreich zu wissen, ob zu dem gesuchten Ort das Original des Kirchenbuchs verfilmt wurde oder ob es sich „nur“ um ein Duplikat handelt. Dadurch kann ich entscheiden, welche der vielen Möglichkeiten ich zuerst nutze (Merke: Originale sind immer besser als Duplikate). Einen ausführlicheren Beitrag zur Benutzung der Website von Familysearch findest du in meinem Beitrag Ahnenforschung mit Familysearch – Anleitung für Anfänger.

2. kostenlose Digitalisate bei Matricula Online

Auf der Website von Matricula Online stehen digitalisierte Kirchenbücher von katholischen Pfarreien überwiegend aus Österreich, Deutschland und Polen zur Verfügung. Kostenfrei, ohne Anmeldung und direkt einsehbar. Deutschland ist dort inzwischen mit 771 Pfarreien vertreten (Stand 22.11.2018). Die Digitalisate werden ständig erweitert. Inzwischen kannst du auch die ersten Scans von Luxemburg und sogar Serbien und Bosnien Herzegovina einsehen. Ich schaue hier immer mal wieder vorbei, in der Hoffnung dass die Digitalisate für Paderborn schnell erweitert werden. Du solltest auch mal stöbern, ob für dich was dabei ist. Ich finde die Seite sehr übersichtlich gestaltet, man kann  direkt erkennen, ob zu der gesuchten Pfarrei auch alphabetische Register sowie sonstige Unterlagen (z. B. Firmungen) vorhanden sind. Die liebe Julia hat auf ihrer Seite Julies Schatzkiste einen sehr guten Beitrag über Matricula Online geschrieben, schau mal rein.

3. kostenlose Datenbanken: Compgen

Die Seite des Vereins für Computergenealogie ist ein wahrer Fundus an unterschiedlichsten digitalisierten Quellen. Adressbücher, Verlustlisten des 2. Weltkriegs, Totenzettel und noch viel mehr, alles völlig kostenlos. Am besten verschaffst du dir über den Menüpunkt Genwiki erstmal einen Überblick über die Quellenlage zum gesuchten Ort. Du erhältst dort Hinweise, welche genealogischen Quellen zu diesem Ort existieren und wo du sie einsehen kannst. Eine von mir lange Jahre unterschätzte Quelle sind z. B. die digitalisierten Adressbücher, die mir oft schon geholfen haben, die Wohnorte einiger Vorfahren zu skizzieren. Wenn du es ganz eilig hast, nutze die Metasuchfunktion. Dort kannst du den Namen und Ort des gesuchten Vorfahren eingeben, und einfach mal schauen, welche Treffer so geliefert werden. Schau dich auf der Seite einfach mal um.
 
Ich bin gespannt ob dir meine Top 3 Websites weiterhelfen. Wenn du gerne mit der Erforschung deiner Familiengeschichte beginnen möchtest, dann schau doch noch in meinen Beitrag „Stammbaum erstellen in 5 einfachen Schritten“ rein. Dort gebe ich Dir ein paar Tipps und Tricks, wie dir der Einstieg in die Ahnenforschung gelingt. 

PS: Am 05.05. startet der nächste, kostenlose Kurs „In 7 Tagen zum eigenen Stammbaum“. Bist du dabei?

2 thoughts on “Ahnenforschung kostenlos – die besten Websites

  1. Von FamilySearch kann ich persönlich nur abraten. Viele Namen werden falsch transskribiert, die Zuordnungen zu den Verwandten sind oftmals falsch und widersprüchlich, Altersangaben, Hochzeitstermine sind häufig falsch, Todeszeitpunkte fehlen immer und es gibt nie Quellenangaben, die das auch noch belegen sollen. Ancestry muss häufig nachhelfen. FamilySearch ist einfach nur unbrauchbar.

    1. Hallo Markus,
      schade dass du da scheinbar so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ich persönlich kann mir meine Arbeit ohne familysearch gar nicht vorstellen. Zum einen bietet die Seite mir immer eine erste Orientierung, wo und in welchem Zeitraum ich mit meinen Recherchen ansetzen muss. Ausserdem hole ich mir über die Detailangaben der Mikrofilme immer die Information, in welchem Archiv die Quellen lagern, um sie anschließend im Original einzusehen. Von daher kann ich deine Aussage zu fehlenden Quellenangaben nicht ganz nachvollziehen.
      Natürlich muss ich bei meinen Forschungen immer in Betracht ziehen, dass Namen nicht korrekt gelesen bzw. transskribiert wurden. Aber ich persönlich möchte die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer nicht missen.

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